Magdeburg (dpa/sa) - Auf der Baustelle des Magdeburger Citytunnels sollen die Arbeiten zügig fortgesetzt werden. Die geplante Bauzeit bis Ende 2019 lasse keine Puffer mehr zu, sagte Bauingenieur Jörg Titel, der die Bauoberleitung für das von Verzögerungen geplagte Bauprojekt hat. Die gerade eingeleitete nächste Phase der Sanierungsarbeiten der Deutschen Bahn rund um den Hauptbahnhof soll konsequent genutzt werden. Nach dem Abriss der Eisenbahnbrücke zu den Gleisen eins bis fünf sollen dort die Bohrpfähle für die künftigen Tunnelwände gesetzt werden. Bislang ist das nicht möglich, weil unter der Brücke nicht genug Platz für die hoch aufragenden Geräte ist. Bis die neue Brücke steht, müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Für Zeitverzug sorgten neben Planungsfehlern bei der Dimensionierung der Bohrpfähle vor allem aufwendige Abstützarbeiten bei den Gebäuden am Rand der Baustelle. "Das war unglaublich viel Mehrarbeit", sagte Titel. Durch den Citytunnel soll künftig der Autoverkehr rollen, darüber verlaufen Rad- und Fußweg sowie die Gleise der Straßenbahn. Die Kosten für eines der größten kommunalen Bauprojekte im Land waren mehrfach gestiegen, derzeit rechnen die Verantwortlichen mit rund 139 Millionen Euro.

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