Magdeburg (dpa/sa) - Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr mehr als 200 000 Besucher in ihren Gedenkstätten und bei ihren Veranstaltungen gezählt. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den die Stiftung am Donnerstag in Magdeburg vorgelegt hat. "Die Menschen haben mehr denn je Interesse an der Geschichte ihres Landes", kommentierte Stiftungsdirektor Kai Langer die Zahlen. In politisch brisanten Zeiten wie heute sei es entscheidend, aus dem Vergangenen zu lernen.

Langer verwies darauf, dass wichtige Projekte abgeschlossen werden konnten. Dazu gehörten die neue Dauerausstellung in der früheren NS-"Euthanasie"-Anstalt in Bernburg oder der Baubeginn für ein Besucher- und Dokumentationszentrum in der Gedenkstätte Gardelegen, das Ende 2019 in Betrieb genommen werden soll.

Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt zählt nach eigenen Angaben mit ihren sieben Gedenkstätten an neun Standorten zu den landesweit bedeutendsten Einrichtungen der historisch-politischen Bildung. Sie widmet sich der Erforschung und Vermittlung der doppelten Diktaturgeschichte Deutschlands.

Jahresbericht der Stiftung Gedenkstätten