Brüchau (dpa/sa) - Die Bohrschlammdeponie in Brüchau in der Altmark ist undicht. Das haben Untersuchungen des Grubenbetreibers Neptun Energy ergeben, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Magdeburg mitteilte. Deshalb sei eine Beeinflussung des Grundwassers sehr wahrscheinlich, hieß es unter Berufung auf das Landesamt für Geologie und Bergwesen. Jedoch sei eine akute Gefährdung der Gesundheit von Anwohnern aktuell nicht erkennbar. Derzeit wird geprüft, unter welchen Voraussetzungen die Deponie geschlossen werden kann. Zur Auswahl stehen eine Abbaggerung oder eine Abdeckung.

"Damit ist klar: Es gibt umfassenden Handlungsbedarf, sowohl für das verantwortliche Unternehmen als auch für Bergbau- und Umweltbehörden", erklärte die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, Katja Pähle, wie die Fraktion mitteilte. Insbesondere müsse es auch darum gehen, wie und wo die Inhaltsstoffe der Deponie dauerhaft sicher und gefahrlos gelagert werden können.

Olaf Meister, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen, sagte laut einer Mitteilung, dass die Bohrschlammgrube undicht sei, sei bedenklich und erfordere dringend eine Lösung. Für seine Fraktion sei klar, dass die Grube ausgebaggert und der Bohrschlamm sicher entsorgt werden müsse. Ähnlich äußerte sich der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ulrich Thomas.

Mitteilung des Wirtschaftsministeriums Sachsen-Anhalt

Mitteilung der SPD-Fraktion

Mitteilung der CDU-Fraktion