Dessau-Roßlau (dpa/sa) - In Dessau-Roßlau hat die Polizei bei einer 44 Jahre alten Frau Diebesgut in rekordverdächtigem Ausmaß gefunden. Etwa 1700 Tüten, Müllsäcke und Taschen mit neuwertigen und größtenteils originalverpackten Gegenständen hätten die Beamten bei der Wohnungsdurchsuchung entdeckt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Dessau-Roßlau mit. Hygieneartikel, Bekleidung, Haushaltsgegenstände, Kinderspielzeug, elektronische Geräte und Werkzeuge seien darunter gewesen. In mehreren Lkw-Ladungen sei der rund 20 Tonnen schwere Fund ins Polizeirevier gebracht worden.

Die Wohnung war den Angaben zufolge schon am 11. November durchsucht worden, weil gegen die 44-Jährige wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls ermittelt wurde. Die Beamten konnten die völlig zugestellten Räume nicht ohne weiteres betreten. Das mutmaßliche Diebesgut sei in sämtlichen Räumen nahezu bis unter die Decke zugestellt gewesen. Die Sicherstellung dauerte mehrere Tage. Die Ermittler gehen davon aus, dass es noch einige Zeit dauert, bis alle Waren im Gesamtwert von mehreren hunderttausend Euro im Detail aufgelistet sind.

Die 44-Jährige habe sich in einer ersten Anhörung geständig gezeigt. Sie soll über mehrere Jahre eine noch undefinierbare Zahl von Diebstählen an unterschiedlichen Tatorten begangen haben.