Magdeburg (dpa/sa) - Unternehmen der sachsen-anhaltischen Veranstaltungsbranche verlangen von der Politik einen konkreten Fahrplan für die Rückkehr ins Veranstaltungsleben. Notwendig sei ein sanfter Wiedereinstieg zunächst mit kleineren Veranstaltungen unter entsprechenden Hygieneregeln, um Künstlern, Agenturen und Dienstleistern das Überleben zu sichern, teilte die wegen der Corona-Krise gegründete Initiative Veranstaltungswirtschaft am Montag in Magdeburg mit. "Die Unternehmen benötigen dringend eine Perspektive und belastbare Fakten, damit der Corona-Kollaps nicht zum Sterben von Kultur und Unternehmen und damit zu einem nachhaltigen Schaden für unser Land führt", erklärte Steffen Schüller, Geschäftsführer der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg, im Namen der Initiative.

Die in dem Zusammenschluss vertretenen Unternehmen legten zugleich eine Checkliste vor, mit der für jede einzelne Veranstaltung die Durchführbarkeit geprüft werden kann. Kriterien wären aus ihrer Sicht neben der Besucherzahl, dem Ort und der Dauer der Veranstaltung auch die Fragen, ob Besucher regional oder überregional anreisen und ob wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen werden können. So könnte analog zum Nahverkehr ein Mundschutz Voraussetzung sein, um eine Veranstaltung durchzuführen. Nicht praktikabel sei dagegen eine Abstandsregelung.