Magdeburg/Naumburg (dpa/sa) - Das Urteil im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge von Halle im vergangenen Jahr soll am 21. Dezember verkündet werden. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg am Dienstag mit. Das Gericht rechne bis dahin mit drei weiteren Prozesstagen am 2., 8. und 9. Dezember, an denen die Nebenklage und dann die Verteidiger ihre Schlussvorträge halten.

Der Prozess läuft seit Juli vor dem OLG Naumburg, aus Platzgründen findet er jedoch in Magdeburg statt. Am 9. Oktober 2019 hatte ein Terrorist versucht, 51 Menschen zu töten, die in der Synagoge von Halle den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten. Er scheiterte an der massiven Tür, erschoss daraufhin eine Passantin, später noch einen jungen Mann in einem Döner-Imbiss und verletzte weitere Menschen. Der 28-jährige Deutsche Stephan Balliet hat die Taten gestanden und mit antisemitischen, rassistischen Verschwörungstheorien begründet.