Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Das Landgericht Dessau-Roßlau hat einen Vater vom Vorwurf der gewaltsamen Tötung seines sieben Wochen alten Sohnes freigesprochen. Fest stehe, dass der Säugling an den Folgen einer schwersten Gewalttat starb, sagte die Vorsitzende Richterin Uda Schmidt am Mittwoch. Rechtsmediziner hatten unter anderem Rippenbrüche und eine Schädelfraktur festgestellt, dazu ältere Verletzungen. Das Kind sei stark geschüttelt worden. Es fehlten aber die Beweise, dass der angeklagte Vater der Täter ist, sagte Schmidt. Es komme auch die Mutter infrage, die selbst aussagte, geschlafen zu haben.

Der freigesprochene 39-Jährige klammerte sich während der Urteilsverkündung an ein kleines Kuscheltier, während des Prozesses war er immer wieder in Tränen ausgebrochen. Er hatte die Tat bestritten - nach einem gemeinsamen Schlaf habe er am 7. Januar 2014 bemerkt, dass das Kind nicht mehr atmete. Er war wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.