Aschersleben (dpa/sa) - Die unbefristeten Streiks an mehreren Ameos-Kliniken in Sachsen-Anhalt sollen trotz erster Signale zur Gesprächsbereitschaft des Arbeitgebers weitergehen. Verdi werde auch für die kommende Woche zu Streiks aufrufen, teilte die Gewerkschaft am Samstag mit. An den Ameos-Kliniken in Staßfurt, Bernburg, Aschersleben, Schönebeck (alle Salzlandkreis) und Haldensleben (Börde) laufen seit 27. Januar unbefristete Streiks.

Ärztinnen, Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger wollen damit einen Tarifvertrag und eine deutlich bessere Bezahlung durchsetzen. Am Mittwoch waren gut 6000 Beschäftigte nach Magdeburg gefahren, um vor dem Landtag für ihre Forderungen zu demonstrieren. Ameos lehnte Tarifverhandlungen bisher stets ab.

Nach einem Gespräch mit dem Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer (SPD), hatte der zuständige Regionalgeschäftsführer Frank-Ulrich Wiener am Donnerstag mitgeteilt, "unter gewissen Voraussetzungen für Sondierungsgespräche mit Verdi zur Verfügung" zu stehen.

Verdi sei jederzeit gesprächsbereit, so die Gewerkschaft. Derzeit liege jedoch noch kein Verhandlungsangebot vor. "Wenn unsere Mitglieder ein ernstzunehmendes Interesse der Arbeitgeberseite an Tarifverhandlungen wahrnehmen, können wir die Arbeitsniederlegungen unterbrechen", sagte Streikleiter Thomas Mühlenberg laut Mitteilung.