Bernburg (dpa/sa) - Versicherer haben in den vergangenen Jahren im Salzlandkreis die höchsten Unwetterschäden in Sachsen-Anhalt registriert. Über einen Zeitraum von 15 Jahren von 2002 bis 2016 seien dort jedem betroffenen Hausbesitzer im Durchschnitt rund 5800 Euro Schaden entstanden, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag mit. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld betrugen die Schäden im Durchschnitt rund 5600 Euro, in Magdeburg etwa 3900 Euro. Vergleichsweise glimpflich davon kamen den Angaben zufolge Hausbesitzer im Altmarkkreis Salzwedel, hier betrugen Schäden durch Unwetter im Schnitt nur 1100 Euro.

Hohe Schäden richtete zum Beispiel das Hochwasser im Jahr 2013 an. Im Landkreis Stendal seien bei jedem geschädigten Hausbesitzer rund 53000 Euro zu Buche geschlagen, teilten die Versicherer weiter mit. Aus ihrer Sicht sind viele Hausbesitzer unzureichend gegen solche Schäden versichert. Nur 43 Prozent der Häuser in Sachsen-Anhalt verfügten über einen sogenannten "erweiterten Naturgefahrenschutz", der auch Schäden durch Starkregen, Hochwasser, Erdrutsch oder Schnee umfasse.