Magdeburg (dpa/sa) - Bei den wichtigen Beratungen zu den künftigen Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt und Deutschland hat es mehrere Verzögerungen gegeben. Eine für den Dienstagvormittag anberaumte Sitzung des Landeskabinetts fiel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus. Eine Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern verschob sich mehrfach und startete am Nachmittag drei Stunden später als ursprünglich geplant.

Derzeit ist laut Landesregierung angedacht, dass sich das schwarz-rot-grüne Kabinett um Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) im Anschluss für Beratungen trifft und auch die Öffentlichkeit über die künftigen Corona-Regeln informiert. Inwiefern der Zeitplan zu halten ist, war am Nachmittag offen.

Die aktuellen Corona-Beschränkungen in Sachsen-Anhalt gelten bis zum Wochenende. Für die Zeit danach muss die Landesregierung eine neue Verordnung erlassen. Sicher ist bereits, dass es nach den Weihnachtsferien ab kommende Woche an den Schulen keinen regulären Unterricht für alle geben wird. Das kündigte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) vorab an. Weitere Details sind jedoch offen.

Eine Lockerung der bestehenden Regeln gilt als unwahrscheinlich. Bund und Länder beraten vielmehr darüber, ob es weitere Verschärfungen geben soll. Hintergrund ist, dass die Zahl der Neuinfektionen in den meisten Regionen in Deutschland weiterhin vergleichsweise hoch ist. In Sachsen-Anhalt steigt seit Tagen die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen deutlich. Ziel bleibt, weniger als 50 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner und Woche zu haben, damit die Gesundheitsbehörden die Infektionsketten wieder nachverfolgen und eine weitere Ausbreitung der Pandemie verhindern können.