Magdeburg/Wittenberg (dpa/sa) - Vodafone will in Sachsen-Anhalt acht Millionen Euro investieren, um bis Ende 2021 rund 244 000 Kabel-Haushalten Gigabit-Anschlüsse zu ermöglichen. Am Freitag seien die landesweit ersten 18 000 Haushalte in Wittenberg freigeschaltet worden, teilten Vodafone und das Wirtschafts- und Digitalisierungsministerium am Freitag in Magdeburg mit. Das sei ohne Baumaßnahmen möglich gewesen. Es würden die Leitungen genutzt, durch die ehemals das analoge Fernseh- und auch schon das bisherige Internetsignal geflossen seien.

Vodafone wolle weitere Haushalte etwa in Halle und Magdeburg, Dessau, Wernigerode, Salzwedel und Halberstadt folgen lassen, hieß es. Ein Gigabit-Anschluss, für die Kunden mehr berappen müssen als bislang, verspricht besonders schnelle Übertragungsraten. Beim Streaming von Filmen etwa soll die Qualität erheblich steigen. Wenn viele Geräte in einem Haushalt betrieben werden oder jemand im Homeoffice arbeitet, soll es zu keinen Einschränkungen mehr kommen.

Wirtschafts-Staatssekretär Thomas Wünsch wies auf das Ziel der Bundesregierung hin, dass bis 2025 Deutschland möglichst flächendeckend mit Gigabit-Netzen versorgt sein soll. "Das geht natürlich nicht ausschließlich mit dem geförderten Ausbau, sondern liegt vor allem in den Händen der Unternehmen im Zuge des eigenwirtschaftlichen Ausbaus." In Sachsen-Anhalt gibt es laut Wünsch rund 1,1 Millionen Haushalte.

Vodafone zur Gigabit-Versorgung