Wernigerode (dpa/sa) - Wie hat sich die Waldlandschaft im länderübergreifenden Nationalpark Harz auf Baumpieper, Ringdrossel und Raufußkauz ausgewirkt? Dieser Frage geht die Ornithologin Caren Pertl heute in einem Vortrag in Schierke nach. Sie stellt Forschungsmethoden und ausgewählte Arten vor. Im Fokus steht ein deutschlandweites Forschungsprogramm für das Monitoring häufiger Brutvögel. Im rund 25 000 Hektar großen Park gibt es 28 Quadratkilometer große Monitoringflächen, bundesweit sind es 2544.

Mehr als 60 Prozent des Großschutzgebiets in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ist eine sogenannte Naturdynamikzone. Der Mensch greift dort nicht mehr in die Waldentwicklung ein. Bis 2022 soll der Waldwildnis-Anteil bei 75 Prozent liegen.

Pertl bezieht in ihren Bewertungen auch witterungsbedingte Einflüsse und das vom Borkenkäfer verursachte Fichtensterben ein. In der Vergangenheit wurde eine Zunahme der Vogelarten beobachtet. So hat beispielsweise im April 2018 der Wendehals im Oberharz gerastet, auch Greifvögel wie der Rotmilan oder Käuze wurden gesichtet.

Vortragsankündigung