Freyburg (dpa) - Der Weinbauverband Saale-Unstrut spürt wegen der Corona-Krise ein verändertes Kaufverhalten. "Was wir merken, ist, dass der Paketversand deutlich gestiegen ist", sagte Verbandspräsident Hans Albrecht Zieger in Freyburg. Weinliebhaber würden sich die edlen Tropfen derzeit verstärkt nach Hause bestellen. Die coronabedingt geschlossenen Restaurants orderten derzeit hingegen keine Weine. Der Absatz sei dadurch gesunken, so der Verbandschef.

Mit Blick auf die Weihnachtszeit hoffe der Verband auf neue Wege des Verkaufs. Viele Weihnachtsmärkte seien bereits abgesagt oder mit einem Glühweinausschankverbot belegt worden. Auch die traditionellen Firmenfeiern vor Weihnachten fehlten in diesem Jahr. "Vielleicht trinken die Menschen stattdessen ihren Glühwein im Garten", sagte Zieger. Der Verbandschef rechne damit, dass ein Teil des Umsatzes in der Weihnachtszeit in jedem Fall auf der Strecke bleibe.

Der Weinbauverband ist eine Vereinigung von Winzern, die hauptsächlich entlang der Saale und Unstrut in Sachsen-Anhalt und Thüringen Wein anbauen. Aber auch ein kleines Gebiet in Brandenburg gehört dazu. Mit weniger als 800 Hektar Größe zählt die Anbauregion eher zu den kleineren in Deutschland.

Weinbauverband Saale-Unstrut