Haldensleben (dpa/sa) - Zwischen vielen Städten in Sachsen-Anhalt sind künftig deutlich öfter Busse unterwegs. Geplant ist, dass auf stark genutzten Linien des vom Land mitfinanzierten Netzes von Dezember an Verbindungen im Stundentakt angeboten werden, wie Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) am Freitag in Haldensleben ankündigte. Das Angebot werde als Plus-Bus vermarktet. "Mit den Plus-Bussen starten wir eine neue Stufe im Landesnetz", sagte Webel.

Allein von Magdeburg aus sollen von Dezember an stündliche Verbindungen nach Wanzleben, Oschersleben, Seehausen in der Börde oder Loburg bestehen. Auch zwischen Haldensleben und Oschersleben beziehungsweise Wolmirstedt wird der Linienverkehr entsprechend verstärkt. Im Süden des Landes soll es den Stundentakt zwischen Halle und Bad Lauchstedt sowie von Eisleben aus nach Aschersleben und Hettstedt geben. Im Harz werden die Linien Halberstadt-Vienenburg sowie Wernigerode-Thale entsprechend aufgestockt. In den kommenden Jahren sollen weitere Linien einen Stundentakt bekommen.

Der Busverkehr wird eigentlich von den Landkreisen finanziert. Seit zehn Jahren gibt allerdings auch das Land Sachsen-Anhalt Geld, um vor allem dort den Busverkehr zu stärken, wo es keine Bahnanbindung gibt. Aktuell werden so 29 Buslinien mitfinanziert. Laut Nasa nutzen täglich 15 000 Menschen das Angebot. Aktuell flössen jedes Jahr fast 10 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt in das Angebot. Jetzt soll die Summe aufgestockt werden, um die engere Taktung zu finanzieren.