Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt hat es im vergangenen Jahr weniger tödliche Badeunfälle gegeben. Insgesamt ertranken mindestens 15 Menschen, wie die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag mitteilte - zehn Männer und fünf Frauen. 2016 waren noch 23 Badetote gezählt worden. Auch bundesweit gab es weniger tödliche Badeunfälle. Den Angaben zufolge ertranken mindestens 404 Menschen, rund ein Viertel weniger als 2016.

Grund für den Rückgang war laut DLRG vor allem der durchwachsene Sommer. Viel Regen und häufig niedrige Temperaturen hätten viele Menschen vom Baden abgehalten. "Der Wettergott hat uns in die Karten gespielt", sagte DLRG-Präsident Achim Haag.

Besonders gefährdet sind der Organisation zufolge ältere Menschen. In Sachsen-Anhalt waren sechs der 15 Todesopfer älter als 60 Jahre. Haag kritisierte, dass gerade an Binnengewässern viele Badestellen nicht von Rettungsschwimmern bewacht würden. "Das Risiko, an unbewachten Seen und Flüssen zu ertrinken, ist auch deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern."

Die DLRG hat eigenen Angaben zufolge rund 1,6 Millionen Mitglieder. Kernaufgaben der Organisation sind vor allem die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung und der Wasserrettungsdienst.