Halle (dpa/sa) - Im vergangenen Jahr sind in Sachsen-Anhalt 501 Anträge auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden. Vor acht Jahren waren es noch rund doppelt so viele Anträge, die bei den Insolvenzgerichten eingingen, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte. 2016 stellten die Unternehmen 15 Anträge mehr als 2017. In den meisten Fällen folgte im vergangenen Jahr auf den Antrag auch die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Nur in etwa einem Viertel der Fälle wurde ein Verfahren abgewiesen. Die Gläubiger meldeten 2017 bei den insolventen Unternehmen voraussichtliche offene Forderungen in Höhe von rund 321 Millionen Euro an. Das waren 92 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.