Aschersleben (dpa/sa) - Für den von der Stilllegung bedrohten Werkzeugmaschinenbauer Schiess in Aschersleben gibt es laut Insolvenzverwalter Hoffnung. Es habe sich doch noch ein Investor gemeldet, der den Geschäftsbetrieb und den Standort erhalten wolle, teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Mittwoch mit. Es handele sich um einen Investor aus dem Ausland, der die Branche sehr gut kenne. "Wir verhandeln jetzt mit Hochdruck, um die Stilllegung des Unternehmens doch noch abzuwenden", sagte Flöther. Die bereits angelaufene Abwicklung des Unternehmens sei zunächst gestoppt worden.

Schiess hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Die chinesischen Eigentümer machten klar, kein weiteres Geld in Schiess zu investieren. Trotz monatelanger Suche fand sich kein Investor. Das Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern leitete daraufhin die Stilllegung ein. Bis auf ein Abwicklungsteam wurden alle Mitarbeiter entlassen.

Schiess blickt auf eine Tradition bis 1857 zurück. Der Maschinenbauer fertigt etwa Dreh-, Bohr- und Fräsmaschinen als Werkzeuge für Produzenten, die damit Windkrafträder, Turbinen oder Schiffsaggregate bearbeiten. Seit dem Jahr 2004 gehört der Betrieb zum chinesischen Konzern Shenyan Maschine Tool Group.