Magdeburg (dpa/sa) - Stürme, Dürre, Brände und der Borkenkäfer haben im vergangen Jahr große Schäden in Sachsen-Anhalts Wäldern angerichtet. Derzeit werde von rund 3,4 Millionen Kubikmetern Schadholz ausgegangen, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Dienstag auf Anfrage. Das entspreche 6,5 Kubikmetern pro Hektar Waldfläche im Staats- und Privatwald. Welche Teilmenge jeweils auf Stürme, Dürre, Waldbrände oder Borkenkäfer zurückginge, lasse sich aber nicht sagen.

Dem Braunschweiger Julius-Kühn-Institut zufolge hat besonders der Borkenkäfer in vielen deutschen Wäldern im vergangenen Jahr enorme Schäden angerichtet - und droht auch 2019 zur Plage zu werden. Die Insekten hätten sich aufgrund der trockenen und warmen Witterungsverhältnisse besonders gut vermehrt, hieß es. Nach den starken Stürmen habe der Käfer das umgeworfene Nadelholz als Brutmaterial genutzt. Ob sich die Massenvermehrung fortsetze, hänge von den Temperaturen im April ab.