Leipzig (dpa) - Das Winterwetter mit Schneefall und strengem Frost bleibt Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den kommenden Tagen erhalten. Wie der Deutsche Wetterdienst in Leipzig am Sonntag auf Anfrage mitteilte, wird sich die Situation in den drei Ländern bis zum 15. Februar nicht wesentlich ändern. Auch tagsüber würden die Temperaturen im Frostbereich bei bis zu minus neun Grad verharren, nachts seien sogar Temperaturen von bis zu 19 Minusgraden möglich, sagte Meteorologin Cathleen Hieckmann.

Bis Montagmittag wird vielerorts Neuschnee erwartet, allerdings in unterschiedlichen Mengen. Der Raum Dresden und Ostsachsen bekommen maximal zehn Zentimeter ab, wie es hieß. Westlich von Chemnitz bis nach Thüringen und im Südraum von Leipzig seien 25 Zentimeter Neuschnee möglich. In Sachsen-Anhalt sei vor allem der Burgenlandkreis betroffen.

Ein Problem gerade für Autofahrer dauert an: Schneeverwehungen. "Je weiter man in Sachsen und Mitteldeutschland nach Norden kommt, desto stärker wird der Wind", sagte Hieckmann. Der trockene Pulverschnee könne so aufgewirbelt werden. Erst am Dienstag ist nicht mehr mit Schneefall zu rechnen. Der "Hauptschnee" falle aber bis Montagmittag vom Himmel.

Am Wochenende waren vor allem in Thüringen und Sachsen-Anhalt bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gefallen. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aber aus. Staub aus der Sahara bescherte Thüringen den sogenannten "Blutschnee". Gemeldet wurde das Phänomen unter anderem aus Suhl, Jena und Saalburg-Ebersdorf. Nach Angaben des DWD bringt Staub eine meist gelblich-rote Verfärbung des Schnees.

Der Winterdienst auf den Autobahnen der drei Länder hatte am Wochenende "alle Schneeschieber voll" zu tun. Rund 200 Fahrzeuge der 18 Autobahnmeistereien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren im Einsatz, wie Tino Möhring berichtete. Er ist Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Ost. Sie haben eine Gesamtstrecke von rund 1450 Kilometer frei zu halten. Möhring appellierte an die Autofahrer, Fahrten wenn möglich zu vermeiden, sowie Fahrweise und Ausrüstung an die Bedingungen anzupassen.

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