Halle (dpa/sa) - Die Serie von Lkw-Schleusungen in Sachsen-Anhalt reißt nicht ab. Am Mittwoch habe ein Lastwagenfahrer bei der Rast am Parkplatz Petersberg an der A14 Geräusche von der Ladefläche bemerkt und den Notruf gewählt, teilte die Bundespolizeiinspektion Magdeburg am Donnerstag mit. Polizeibeamte öffneten das unverplombte Fahrzeug und fanden neben geladenen Verpackungsfolien sieben Männer im Alter von 15 bis 38 Jahren. Der Rettungsdienst untersuchte die sechs afghanischen und einen pakistanischen Staatsangehörigen. Alle waren den Angaben zufolge in guter gesundheitlicher Verfassung. Keiner konnte Papiere für einen legalen Aufenthalt vorzeigen.

Wie es weiter hieß, gaben die Männer in den Vernehmungen an, für die Schleusungen bis zu 17 000 Euro gezahlt zu haben. Ihre Reisen hätten teilweise schon Jahre angedauert und sie über den Iran, die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien und Rumänien geführt. Von dort aus seien sie mit der Hilfe der Schleuser auf den Lkw gestiegen und nach Deutschland eingereist. Sie hätten den Angaben zufolge ein Asylgesuch geäußert und wurden an entsprechende Einrichtungen übergeben. Die Vernehmung des Lastwagenfahrers habe ergeben, dass er nichts von der Schleusung wusste.

Es handelt sich laut der Bundespolizei bereits um die dritte derartige Schleusung in diesem Jahr. 2020 waren 14 Fälle bekanntgeworden.

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