Magdeburg (dpa/sa) - Familien in Sachsen-Anhalt haben wieder häufiger die Notbetreuung der Schulen in Anspruch genommen. In der vergangenen Woche besuchten im Schnitt 15 210 Kinder die Einrichtungen, wie aus einer Übersicht des Bildungsministeriums hervorgeht. Das entspricht einem Anteil von 16,4 Prozent aller Schülerinnen und Schüler im Land, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben. In der Vorwoche lag der Anteil bei 15,2 Prozent, vor zwei Wochen bei 16 Prozent. Dabei nutzen Familien die Möglichkeit vor allem für die jüngeren Jahrgänge: An den Grundschulen war mehr als jedes fünfte Kind (22,22 Prozent) in der Notbetreuung, an den Gymnasien waren es 2,8 Prozent.

In Sachsen-Anhalt sind Kitas und Schulen seit Mitte Dezember im Notbetrieb. Mit diesem weiteren Herunterfahren des öffentlichen Lebens soll die Zahl der Corona-Neuinfektionen endlich deutlich gesenkt und das Infektionsgeschehen auf ein nachverfolgbares Maß eingedämmt werden. Derzeit bekommen nur die Abschlussklassen Präsenzunterricht, alle anderen Jahrgänge bekommen Aufgaben für zuhause. Für Kinder bis 12 Jahre besteht ein gesetzlicher Betreuungsanspruch, sie dürfen in die Notbetreuung gehen.

Kommende Woche sind einwöchige Winterferien. Wenn die Infektionszahlen weiter sinken, stellte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) in Aussicht, nach zwei weiteren Wochen Homeschooling ab 1. März wieder regelmäßigen Präsenzunterricht im sogenannten Wechselmodell zu ermöglichen. Der oppositionellen Linken geht das nicht schnell genug.

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