Quedlinburg (dpa/sa) - Die wilde Verwandtschaft des Sellerie soll in ihrem natürlichen Lebensraum besser geschützt werden. Dazu wurde ein Netzwerk genetischer Erhaltungsgebiete etabliert, wie das Julius Kühn-Institut (JKI) am Mittwoch in Quedlinburg mitteilte. Zuvor hatten Forschungsteams die Vielfalt von Wildsellerievorkommen in Deutschland untersucht. Sie fanden laut JKI 55 Bestände. 45 davon bilden nun das Netzwerk genetischer Erhaltungsgebiete Wildsellerie.

Die Vorkommen liegen etwa bei Sülldorf im Landkreis Börde, an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, im niedersächsischen Entenfang bei Celle, am Hohennauener See in Brandenburg sowie im Münsterland. Partner pflegten die Vorkommen und hätten ein Auge darauf, dass es dem wilden Sellerie weiterhin gut geht, hieß es.

Ziel ist, die Vielfalt innerhalb der Art zu bewahren. Die im Wildsellerie schlummernden Gene könnten einmal für die Verbesserung der Nahrungspflanzen bedeutsam sein. Laut dem JKI ist das Erhaltungsnetzwerk Vorreiter in Europa. Es könnten weitere folgen, etwa für die Wildrebe.

Netzwerk Genetische Erhaltungsgebiete Wildsellerie

Pressemitteilung