Braunlage (dpa) - Nach zum Teil ergiebigen Schneefällen in den vergangenen Tagen wird die Wintersportsaison im Harz verlängert. "Es sieht derzeit so aus, als ob man auf dem Wurmberg noch einige Wochen Ski fahren kann", sagte ein Sprecher der Seilbahngesellschaft in Braunlage. Auf dem mit 971 Metern höchsten Berg Niedersachsens sollen nach dem Abflauen des Sturms in den kommenden Tagen auch die meisten der zuletzt gesperrten Liftanlagen und Pisten wieder in Betrieb genommen werden. Nach Angaben der Touristinfo Braunlage könnte wegen der vergleichsweise guten Schneelage möglicherweise auch das Skigebiet auf dem 853 Meter hohen Sonnenberg noch einmal geöffnet werden.

Da die Temperaturen in den Hochlagen nachts voraussichtlich unter den Gefrierpunkt fallen werden, könnten die künstlich beschneiten Abfahrten am Wurmberg präpariert werden, sagte der Seilbahnsprecher. Teilweise sei sogar die Produktion weiteren Kunstschnees möglich.

Unterdessen hat der Harzer Tourismusverband (HTV) eine vorläufige Bilanz der Wintersportsaison gezogen. Konkrete Zahlen lägen zwar noch nicht vor, sagte HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt. Der Winter sei aus touristischer Sicht aber in Ordnung gewesen. Es habe allerdings etwas weniger Schneetage gegeben als im Winter 2017/2018. "Uns fehlen vor allem zwei, drei schneereiche Wochenenden", sagte Schmidt.

Dafür sei der Harz während der niedersächsischen Zeugnisferien und der Winterferien in Sachsen-Anhalt Mitte Februar extrem gut gebucht gewesen. Etwas bedauerlich sei allerdings, dass die jüngsten Stürme zuletzt dazu geführt haben, dass die Seilbahn und einige Liftanlagen auf den Wurmberg zum Teil tagelang abgestellt werden mussten, sagte die HTV-Geschäftsführerin. "Insgesamt sind wir aber ganz zufrieden."

Wintersport im Harz