Leipzig (dpa) - Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung will die Nachwendezeit neu aufarbeiten. "Wir müssen die Auswirkungen des Wandels reflektieren und miteinander erörtern. Denn vieles, was heute in den Gesellschaften der Fall ist, hat seine Ursachen in der Zeit nach 1989", sagte Thomas Krüger dem MDR Kultur. In den Jahren 1989 bis 1991 seien im Osten Deutschlands und Europas viele Verletzungen, Risse und Brüche in der Gesellschaft entstanden, die bisher zu wenig öffentlich reflektiert wurden.

Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung startet die Buchmesse Leipzig eine neue Diskussionsreihe: "The Years of Change 1989-1991". Darin sollen die gesellschaftlichen Umbrüche im Ostblock vor 30 Jahren und dessen Folgen heute beleuchtet werden. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.