Magdeburg (dpa/sa) - Als erster Tiergarten weltweit will der Zoo Magdeburg Große Breitstreifenmungos züchten. Am Freitag präsentierte der Zoo ein Paar der aus Madagaskar (Südostafrika) stammenden Raubtiere bei kühlen Temperaturen vereinzelten Besuchern. Die Tiere stammen aus einem britischen Zuchtzentrum in Cornwall (England), wie der Magdeburger Zoo mitteilte. Dort war es 2018 zum ersten Mal gelungen, die seltene Mungoart zu züchten. Nun will man in Magdeburg Erfahrungen bei der Haltung der Tiere sammeln und eine Zucht aufbauen.

Die 30 bis 40 Zentimeter langen quirligen Tiere, die sich in der Wildnis von Insekten, Heuschrecken und Skorpionen ernähren, werden von der Weltnaturschutzunion als gefährdet eingestuft. Laut Zoo lebt die Mungoart vor allem in trockenen Waldgebieten und ist durch die fortschreitende Rodung von Wäldern bedroht. Die gestreiften Raubtiere seien erst 1986 entdeckt worden, hieß es. Durch die Isolation vom afrikanischen Festland haben sich auf der Insel Madagaskar viele Tierarten unabhängig von ihren Artgenossen entwickelt.

Zoo Magdeburg