Dannefeld l In der Dannefelder Kirche können die Bauarbeiten bald beginnen. In der vergangenen Woche bekam die Gemeinde die offizielle Baugenehmigung für die Sanierungsarbeiten am Kirchturm. Und es gibt inzwischen auch schon „zwei bis drei Möglichkeiten“, die Kirchenorgel unterzubringen, wie Pfarrerin Cornelia Gerlitz berichtet.

Die Gemeinde hatte per Aushang, aber auch mit einem Artikel in der Volksstimme nach einem geeigneten Ort gesucht, in der sie die Kirchenorgel während der Bauzeit lagern kann. Das ist nicht leicht, denn einige der Pfeifen sind rund fünf Meter lang. Außerdem muss es ein trockener Lagerraum mit etwa 25 Quadratmetern Fläche und einem stabilen Untergrund sein.

Orgel zwei bis drei Jahre einlagern

Vor allem aber ist die lange Lagerzeit ein Problem, denn der Raum wird voraussichtlich für eine Dauer von drei bis vier Jahren benötigt. Der Orgelbauer und der Architekt werden sich nun die angebotenen Räumlichkeiten ansehen und prüfen, ob das Instrument dort untergebracht werden kann.

Die lange Lagerzeit wird vermutlich nötig werden, weil an der Dannefelder Kirche nicht nur der Turm, sondern auch das Kirchenschiff komplett saniert werden muss. Wann und wie es mit dem Kirchenschiff weitergehen wird, steht jedoch noch nicht fest, so Pfarrerin Gerlitz.

Gemeinde holt jetzt Angebote ein

Fest steht nur, dass der Turm dieses Jahr noch in Angriff genommen werden soll. Da jetzt die Baugenehmigung vorliegt, kann die Gemeinde nun die verschiedenen Gewerke offiziell anfragen und Angebote von den Handwerksbetrieben einholen.

Wann der vorerst letzte Gottesdienst in der Kirche gefeiert werden soll, bevor die Bauarbeiten losgehen, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall werde es am 6. Mai noch einen Gottesdienst mit Taufe geben, sagt die Pfarrerin.

Spenden sind erwünscht

Kosten wird die Baumaßnahme rund 150.000 Euro. Finanziert wird sie vom Kirchenkreis und der Landeskirche sowie aus Eigenmitteln der Gemeinde. Weitere Mittel kommen von der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz, der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KIBa) und durch eine Spende der Jagdgenossen Dannefeld. Außerdem will die Gemeinde die Bewohner Dannefelds noch durch eine Postwurfsendung um Spenden bitten.

Wenn der Turm fertig ist, sollen die Arbeiten am Kirchenschiff beginnen. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Kirche ist derzeit durch Balken stabilisiert. Die Notabstützung musste angebracht werden, weil die Wände einsturzgefährdet sind und schon Risse aufweisen. Das Kirchenschiff muss komplett saniert werden. Die Gemeinde hofft, dass dies gleich im Anschluss an die Arbeiten am Turm möglich ist. Die Orgel solle aber auf jeden Fall erst dann zurückkommen, wenn die Kirche komplett restauriert ist, sagt Pfarrerin Gerlitz. Daher habe man sicherheitshalber mit einer Einlagerungszeit von vier Jahren gerechnet.