Burg l Es verspricht ein ganz neues Badeerlebnis zu werden. Wenn die Burger Stadthalle nach der umfangreichen Sanierung im Sommer 2021 wieder öffnet, erwarten die Besucher allerhand Neuerungen. Schon im Foyer werden sie mit einem modernen Kassensystem begrüßt, Eingangs-, Umkleide- und Sanitärbereich sind dann neu gestaltet. Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken befinden sich nach der Modernisierung auf einer Ebene, das große Becken ist dann wettkampftauglich. Die Sauna wird zudem nicht nur modernisiert, sondern es wird auch ein Erholungsbereich im Freien geschaffen.

Das Großprojekt hat natürlich seinen Preis, bislang war von rund 8,5 Millionen Euro ausgegangen worden. Doch auch dieses Bauprojekt kommt nicht an einer Preissteigerung vorbei und so landete es auf der Tagesordnung des heutigen Stadtrates.

Es gibt nicht mehr Fördermittel

Der soll sich nämlich zu den Mehrkosten bekennen und die überplanmäßige Ausgabe in Höhe von rund 422 000 Euro sichern. Finanziert werden soll die Summe durch einen Kredit.

Anfang September hatte das Landesverwaltungsamt Halle der Stadt die Möglichkeit eröffnet, die geplanten Gesamtkosten der Baumaßnahme wegen der rasanten Baupreisentwicklung anzupassen. In Absprache mit dem Planungsbüro wurden die Kostengruppen um jeweils fünf Prozent erhöht. Verbunden damit ist allerdings keine erhöhte Förderung. Das Land ist nach wie vor mit einem Anteil von rund 4,3 Millionen Euro dabei. Die Differenz führt somit zu einem höheren Eigenanteil der Stadt Burg. Die Steigerung der Gesamtkosten der Sanierung von bislang rund 8,5 auf rund 8,9 Millionen Euro ist in den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr eingearbeitet.

Genehmigter Haushalt als Bedingung

Doch nun kommt die Formalie, mit der sich der Stadtrat zu beschäftigen hat. Für die Erstellung des Fördermittelbescheides für die Sanierung der Schwimmhalle verlangt das Land als Fördermittelgeber vorab eine sogenannte kommunalrechtliche Stellungnahme, da eine Erhöhung der Gesamtkosten vorliegt. Voraussetzung für die kommunalrechtliche Stellungnahme wäre ein bestätigter und genehmigter Haushalt 2020. Da dieser allerdings frühestens im Februar kommenden Jahres vorliegen wird, ist ein Einzelbeschluss erforderlich, heißt es in der Beschlussvorlage.

Aus organisatorischen Gründen konnte in diesem Jahr noch nicht mit der Sanierung begonnen werden, sodass sich die Baumaßnahme in die kommenden Haushaltsjahre verschiebt. Eine Erstellung des Fördermittelbescheides nach der geplanten Bestätigung des Haushaltes würde allerdings die gesamte Zeitschiene des Bauverlaufes der Schwimmhallensanierung erheblich verzögern. Und dies soll nun der Stadtrat mit seinem Bekenntnis auch zur teurer gewordenen Schwimmhalle verhindern.

Burger Stadtrat berät heute Kosten

Über diese knappe halbe Million Euro berät heute der Burger Stadtrat auf seiner Sitzung. Der öffentliche Teil beginnt um 18 Uhr in der Stadthalle. Auf der Tagesordnung stehen außerdem Parkgebühren, die Ernennung des Stadtwehrleiters sowie Bebauungspläne und die Parkordnung.