Berlin (dpa) - Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat die Politik vor einer Einmischung bei der Festsetzung des Mindestlohns gewarnt. Wenn man als Politiker glaube, die Lohnfindung besser zu können als die Tarifpartner, lege man die Axt an die gesamte Sozialpartnerschaft und damit an eine der tragenden Säulen der sozialen Marktwirtschaft, sagte Kramer der "Rheinischen Post". Davon würde er dringend abraten. Die SPD hatte auf ihrem Parteitag vor einer Woche beschlossen, dass der Mindestlohn von derzeit 9,19 Euro auf 12 Euro steigen soll. Wann genau, ist aber noch unklar.