Wien (dpa) - Die Schlepper sind nach Angaben von Experten ungeachtet verstärkter Fahndung auf den Flüchtlingsrouten sehr aktiv. Keiner der Kriminellen will sich das Milliardengeschäft entgehen lassen, sagte der Chef der Schlepperbekämpfung im österreichischen Bundeskriminalamt, Gerald Tatzgern. Auch stärkere Kontrollen an den EU-Außengrenzen würden die Schlepper-Kriminalität nicht eindämmen. Die Flüchtlinge blieben auf Schleuser angewiesen. Der Preis für eine Flucht von Afghanistan nach Europa liege für eine vierköpfige Familie aktuell bei rund 30 000 Euro.