Berlin (dpa) - CDU-Chefin Angela Merkel ist nach den massiven Stimmenverlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen bereit, auf den Parteivorsitz zu verzichten - sie will aber Kanzlerin bleiben. Das habe Merkel in einer Sitzung des Präsidiums deutlich gemacht, erfuhr die dpa aus Parteikreisen. Bisher hatte sie immer darauf bestanden, dass beide Ämter zusammengehören. Die Nachfolge an der Parteispitze könnte auf dem CDU-Parteitag im Dezember geregelt werden. Der frühere Unionsfraktions-Vorsitzende Friedrich Merz will für den Vorsitz kandidieren, wie dpa aus seinem Umfeld erfuhr.