Kiel (dpa) - Der Marzipan-Erpresser von Kiel ist zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 38-Jährige im September 2016 auf Schulhöfen in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt mit Insektiziden vergiftete Marzipanherzen ausgelegt hatte. Damit habe er seiner Forderung Nachdruck verleihen wollen, von dem Unternehmen Coop drei Millionen Euro in der Internetwährung Bitcoin zu erpressen, so der Vorsitzende Richter. Das Besondere an diesem Fall sei, dass die Gesundheit von Schulkindern als Druckmittel eingesetzt wurde.