Tokio (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als Übergangspräsidenten anerkannt. "Bis gestern ist keine Wahl für eine Präsidentschaft ausgerufen worden. Deshalb ist jetzt Guaidó die Person, mit der wir darüber reden und von der wir erwarten, dass sie einen Wahlprozess möglichst schnell initiiert", sagte Merkel nach einem Gespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio. Nachdem ein Ultimatum verschiedener EU-Länder abgelaufen war, hatten unter anderem auch Spanien, Großbritannien oder Schweden Guaidó anerkannt.