Brüssel (dpa) - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg schließt nach dem Aus für den INF-Abrüstungsvertrag ein neues Wettrüsten nicht aus. Um einen Rüstungswettlauf zu verhindern, müsse Russland sein Verhalten ändern. Russlands jüngsten Vorschlag für ein Moratorium zur Raketenstationierung lehnte Stoltenberg als Angebot ohne jede Glaubwürdigkeit ab. Es gebe in Europa keine neuen Marschflugkörper der USA oder der Nato, dafür aber mehr und mehr russische, sagte er. Wenn Russland wirklich keine Mittelstreckenwaffen in Europa wolle, sollte es erst einmal damit aufhören, selbst welche zu stationieren.