Berlin (dpa) - Der Militärische Abschirmdienst hat nach einem "Spiegel"-Bericht in den vergangenen Jahren mehr rechte Soldaten enttarnt als bisher öffentlich bekannt. In einer vertraulichen Sitzung des Bundestags-Innenausschusses habe ein MAD-Abteilungsleiter eingeräumt, der Geheimdienst habe "nach außen" und gegenüber dem Bundestag nur die Zahl der eindeutig "erkannten Rechtsextremisten" kommuniziert. Als Rechtsextremisten waren im vergangenen Jahr vier Soldaten eingestuft worden - drei weitere als Islamisten. Seit 2013 seien jährlich etwa zehn weitere "Verdachtspersonen mit extremistischer Einstellung" enttarnt worden.