Düsseldorf (dpa) - In der deutschen Wirtschaft sind immer weniger Betriebe und Arbeitnehmer an Tarifverträge gebunden, obwohl die Zahl der Vereinbarungen ständig steigt. Darauf hat die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung zum 70. Jahrestag der bundesdeutschen Tarifvertragsgesetzes hingewiesen. Zurzeit gibt es nach Zählung des stiftungseigenen WSI-Tarifarchivs mit rund 77 000 gültigen Verträgen einen Rekordwert. Gleichzeitig seien nur noch 55 Prozent der Beschäftigten und 27 Prozent der Betriebe an Tarifverträge gebunden.