Prag (dpa) - Der Nervengiftanschlag auf einen Ex-Spion in Großbritannien sorgt weiter für Spannungen zwischen Prag und Moskau. Der tschechische Außenminister Stropnicky hat für morgen den russischen Botschafter einbestellt. Er solle die "lügnerische Aussage der russischen Seite" erklären, das bei dem Anschlag verwendete Nervengift Nowitschok könne aus Tschechien stammen. Die tschechischen Außen- und Verteidigungsministerien hatte diese Behauptung bereits am Wochenende als absurd zurückgewiesen. Unterdessen erneuerte der russische Vizeaußenminister Rjabkow die Vorwürfe.