Berlin (dpa) - Die Zahl der Zugriffe von Behörden auf Konten von Bürgern soll in den ersten neun Monaten des Jahres gestiegen sein. Die "Welt am Sonntag" berichtet, das Bundeszentralamt für Steuern habe in der Zeit 688 608 Anfragen beantwortet, 100 000 mehr als im Vorjahr. Datenschützer fordern, die rechtlichen Grundlage zu prüfen. Jeder Abruf sei ein Eingriff ins Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung", sagte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber der Zeitung. Mit dem Verfahren sollen unter anderem Steuerbetrug und Sozialmissbrauch verfolgt werden.