Neuss (dpa) - Mehr als 160 Zollfahnder und Bundespolizisten haben im nordrhein-westfälischen Neuss und Umgebung 17 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Zwei Deutsche und zwei Russen stehen im Verdacht, über Jahre hinweg hochwertige Autos aus Russland in die EU eingeführt zu haben, ohne den fälligen Zoll und die Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen. Der Schaden für den Staat beläuft sich auf mehr als 650 000 Euro, wie das Zollfahndungsamt Essen mitteilte. Mit gefälschten Zolldokumenten sollen demnach fast 100 hochpreisige Pkw "gewaschen" und später im Internet verkauft worden sein.