Lauftext

Eickendorf l Ein frischer Wind weht durch das Gebäude in der Eickendorfer Karl-Marx-Straße. Von überall hört man das Summen der fleißigen Lehrerbienchen. Und aus allen Klassenräumen ist ein reges Poltern zu hören. „Die Räume sind wirklich schön geworden“, freut sich Christa Achtert auf das neue Gebäude. „Sie sind außerdem auch ein wenig größer als die in Welsleben“, erklärt die Klassenlehrerin der 2b weiter. Seit 36 Jahren ist sie nun schon Grundschullehrerin. Mit viel Erfahrung also weiß Christa Achtert genau, wo welches Poster hängen könnte.

Zuvor musste das verstaube Klassenzimmer natürlich gereinigt werden. Neben den seit Jahren nicht mehr geputzten Fenstern, den staubigen Stühlen, Tischen und Schränken musste auch der Fußboden dringend gereinigt werden.

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Arbeiten mussten verschoben werden

Die Grundreinigung war schon vor Wochen eingeplant. Durch Krankheitsausfälle mussten die notwendigen Arbeiten jedoch verschoben werden. „Wir liegen trotzdem noch voll im Zeitplan und werden sicherlich pünktlich zum Schulbeginn am 15. August und zur Einschulung der neuen Erstklässer am 17. August fertig mit der Sanierung“, hieß es noch vor ein paar Wochen von Umzugskoordinator Mario Brych.

Auch Bauamtsleiter Ronald Funke ist zuversichtlich, dass alles fertig wird. Der für einen Termin mit dem Elektriker in das Gebäude geeilte Verwaltungsangestellte meinte: „Das sollte kein Problem sein.“

Restarbeiten an Elektrik

Weiter teilte er mit, dass der Elektriker nur noch Restarbeiten zu erledigen hat. „Zum Beispiel die Abdeckungen oder der Anschluss der Telefone steht noch aus“, erklärt er.

Auch der Kanal, der in der letzten Woche aufwendig grunderneuert wurde (die Volksstimme berichtete), sei nun fertig.

Und tatsächlich, an der Stelle, wo vor einer Woche noch ein tiefes Loch und ein verwurzeltes Kanalrohr sich befand, stehen nun einige Bänke, die rund um eine Tischtennisplatte aus Beton aufgestellt sind.

Fenster putzen

Ein paar Meter weiter ist Rainer Giebelmann von der Reinigungsfirma gerade dabei, auf die Leiter zu steigen. Er und sein Kollege auf der Hebebühne sind dabei, die Fenster auch von außen wieder sauber zu machen. „Wir machen die Fenster von außen, die Kolleginnen von innen“, fasst er zusammen.

Unterhalb der Leiter befindet sich das Büro der Schulleiterin. Martina Volkland räumt gerade ihr Büro ein, als die Fenster von außen geputzt werden. „Ich habe das erste Mal in meinem Leben ein größeres Büro bekommen“, lacht sie. „Natürlich haben wir weniger Klassenräume zur Verfügung, und alles in allem ist es etwas enger, aber trotzdem werden wir uns hier für die Zeit einleben“, ist sie sich sicher.

Herzlicher Empfang

„Auch von Herrn Schmoldt, dem Eickendorfer Ortsbürgermeister, und dem Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich wurden wir hier herzlich empfangen. Es ist alles gut vorbereitet“, erzählt sie weiter. Nur ihr Telefon sei noch nicht angeschlossen. „Da merkt man mal, wie abhängig man in diesen Zeiten von Telefonen und dem Internet ist“, merkt sie an.

„Aber wir werden das Beste draus machen.“ Zurück bei Christa Achtert hat sich schon einiges getan. Die laute Musik aus ihrer Musikanlage scheint sich auf die Einräum- und Sortierschnelligkeit auszuwirken. Schnell wird eben noch die Tafel gewischt. „Mir macht es einfach immer noch Spaß, als Grundschullehrerin zu arbeiten“, freut sie sich. „Und die Kinder und ich werden uns hier sicherlich wohl fühlen.“

Sanierung endet rechtzeitig

Die Sanierung des Schulgebäudes ist folglich so gut wie abgeschlossen. Zum Schulbeginn kommt dann wieder Leben in das ehemals leerstehende Gebäude. Viele Dinge mussten damals erneuert werden. „Dennoch war das Gebäude, was früher schon mal eine Schule war, die beste Lösung“, analysierte schon damals Umzugskoordinator Mario Brych.

Die Welslebener Grundschule „Juri Gagarin“ wird in den nächsten Monaten und Jahren von Grund auf saniert werden. Die Abrissarbeiten sind im vollen Gange. Außer den Grundmauern steht am Welslebener Grundschulstandort in der Krummen Straße nichts mehr. Auch das ehemalige Heizhaus wurde längst abgerissen. Geplant ist der Gebäudeumbau in Welsleben mit mindestens einem Jahr. Es wäre aber kein Problem, noch länger in Eickendorf zu verweilen, hieß es von Seiten der Verwaltung.