Schwiesau l Fußball gespielt wurde am Sonnabend bei den Schwiesauer Schwalben noch nicht. Im 100. Jahr des Vereinsbestehens tauschten die aktiven Frauen und Männer das Spielgerät gegen Pinsel, Heckenschere sowie einige Reiningungsgeräte ein. Nach der über sechsmonatigen Zwangspause, brachten die Vereinsmitglieder ihre Anlage wieder in Schuss. „Die lange Trainings- und Spielpause hat schon seine Spuren auf dem Gelände hinterlassen“, betonte Vize-Vereinsvorsitzender Franz Beneke. Und so packten knapp 20 Aktive am Sonnabend kräftig mit an und räumten auf dem Areal auf.

Für Michaela Clemens sowie Natalie Zerneke vom Schwalben-Frauenteam war das Torestreichen angesagt. Damit sie, aber auch die Männer- und Altherrenteams sowie die D-Jugend des Vereins, in Zukunft besser ins Eckige treffen, bekamen die beiden Tore auf dem Hauptplatz einen neuen weißen, leuchtenden Anstrich. Bevor die beiden Frauen den Pinsel ansetzten, entfernte Michaela Clemens‘ Ehemann Robert vorher den reichlich vorhandenen Schmutz an den Metallrohren.

Auch Nick Blume kam am Sonnabend ins Schwitzen. Der junge Mann gab den Zuschauerbänken ein neues Aussehen. Nach Dreck- und Moosabschleifen, erstrahlten sie am Nachmittag im neuen Glanz. Doch das war noch nicht alles, was die Schwiesauer leisteten. Auf dem Gelände wurde der Rasen im Umfeld des Sportplatzes gemäht und zudem die Bäume beschnitten.

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Das Vereinshaus war seit Jahresanfang auch nur erst einmal im Betrieb gewesen. Die kickenden Frauen erledigten eine Komplettreinigung im Versammlungsraum und in den Kabinen. Die Anzahl wird sich zur erst Ende Saison beginnenden Saison auf drei erhöhen. Denn nach dem Saunabrand am 23. September 2018 musste der Bereich im Vereinshaus noch neu installiert werden, im Zuge der Neugestaltung entstand dann die dritte Kabine.

Die Sauna wird zum Saisonstart am 30. August gegen Heide Jävenitz allerdings noch nicht fertig sein. Da müssen sich die Kicker gedulden. Die Regulierung über die Versicherung ist noch nicht endgültig geklärt, so Beneke.

Fertig ist hingegen die Beregungsanlage für den Hauptplatz. Sie wurde mithilfe von 36 000 Euro Fördermitteln eingebaut und erleichtert dem Platzwart das bislang händische Aufstellen der Regner.

Ein Problem sieht Beneke allerdings mit der Einhaltung der Hygienebestimmungen zu den Heimspielen der Schwalben-Teams ab Ende August. Denn zu den Partien vor heimischer Kulisse müssen die Zuschauer genau protokolliert und der Sicherheitsabstand von 1.50 Meter einhalten werden. „Das wird nicht einfach. Ich hätte mir gewünscht, den Saisonstart noch zu verschieben“, so der Kapitän der Kreisoberliga-Kicker.

Der Vorstand musste im Juli auch die geplante 100-jährige Vereinsfeier verschieben. Der neue Termin steht mit dem 3. und 4. Juli 2021 schon fast. Dann hoffen alle über 100 Vereinsmitglieder auf ein unvergessliches Fest, dass bis zu diesem Termin der Spielbetrieb wieder in normalen Bahnen läuft und die Sauna wieder zugänglich ist. Den Anfang haben die Sportler nach der Corona-Pause nun gemacht.