Schönhausen l 261 Pakete für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ stapeln sich bei Madlen Keijzer im ehemaligen Kinderzimmer – Sohn Peter ist gerade für das Medizinstudium nach Jena gezogen. „Etwas verhaltener als sonst“, schätzt die Ehrenamtliche, für die es bereits die 25. Sammelaktion ist, den aktuellen Stand ein. Aber es ist ja auch noch ein bisschen Zeit. Bis zum 16. November können bei ihr im Schönhauser Kabelitzer Weg 3 mit Weihnachtspapier beklebte und mit Aufmerksamkeiten für Kinder befüllte Schuhkartons abgegeben werden. Auch im Schönhauser Pfarramt werden sie angenommen zu den Öffnungszeiten dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. Madlen Keijzer weiß, dass es noch einige gibt, die derzeit packen. Die Schönhauser Grundschüler beispielsweise. „Vielleicht kommen wir ja beim Endspurt noch halbwegs an die 1189 Pakete des vergangenen Jahres heran, auch wenn das in Corona-Zeiten wohl schwierig wird. Ich konnte leider auch nicht in Kitas und Schulen, um zusammen mit den Kindern Kartons zu füllen.“

Nach Weißrussland und Rumänien

Madleen Keijzer weist darauf hin, dass man auch unverpackte Sachspenden machen kann, mit denen nicht ganz prall gefüllte Päckchen bestückt werden. So haben zwei ältere Frauen gerade einen Tüte voll neuer Teddys abgeliefert. Und die beiden Schönhauserinnen Gisela Sikora und Gerlinde Leib haben wieder jede Menge Mützen und Handschuhe gestrickt. Außerdem kaufte Madlen Keijzer aus eigener Tasche Mal- und Schreibhefte. Es liegen also noch ein paar Dinge zum Verpacken bereit. Für den Transport sind auch Geldspenden willkommen. In der nächsten Woche werden die Weihnachtsgeschenke aus Schönhausen abgeholt. Dieses Jahr wird damit Kindern in Weißrussland und Rumänien eine Freude gemacht. Geplant war eigentlich, dass Madlen Keijzer den Spendentransport nach Rumänien begleitet, um sich ein Bild vor Ort zu machen – dieses Vorhaben ist wegen Corona nicht realisierbar.