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Conteh vom 1. FC Magdeburg beendet seinen Torfluch

Von Dennis Uhlemann
Sirlord Conteh (l.) bejubelt sein Tor mit Leon Bell Bell.
Sirlord Conteh (l.) bejubelt sein Tor mit Leon Bell Bell. Foto: Michael Täger

Saarbrücken/Magdeburg. Sirlord Conteh lachte, er hüpfte, er hob die Arme mehrfach auf und ab. Sogar ein paar Sekunden länger als seine Mitspieler vom Drittligisten 1. FC Magdeburg. Der 24-jährige Außenstürmer durfte sich vielleicht auch etwas mehr freuen, erzielte er beim 3:0-Sieg in Saarbrücken doch zwei Tore. „Mir ist das Herz aufgegangen“, sagte der Deutsch-Ghanaer freudestrahlend bei FCM-TV über seine Treffer.

Gerade für den pfeilschnellen Angreifer sind Torerfolge so wichtig, weil so selten. Immer wieder stand Conteh in der Kritik, dass er seine Schnelligkeit kaum nutzte, um zu treffen. Etliche Möglichkeiten ließ er in den vergangenen Monaten liegen. Doch ihn selbst ärgerte es am meisten, dass er vor Mittwochabend noch keinen Scorerpunkt sammelte: „Endlich habe ich mal getroffen nach den ganzen Chancen.“ Dass er seinen Torfluch beenden konnte, „habe ich mir in den vergangenen Wochen verdient“, erklärte er selbstbewusst und erwähnte auch seine Extraschichten nach dem Training. „Ich bin oft länger geblieben und habe geübt.“ Was sich in Saarbrücken ausgezahlt hat.

Nur 75 Sekunden zwischen den Toren

Trainer Christian Titz, der dem 1,78 Meter großen Rechtsfuß in den vergangenen Wochen auch immer wieder gut zugeredet hatte, setzte darauf, dass sein Team am Ende die Räume bekommen würde. Und nach dem Führungstor gab es diese auch. Zweimal legte Baris Atik auf, der in zwölf Spielen nunmehr an 13 Treffern (sechs Tore, sieben Vorlagen) beteiligt war und das laut Conteh „überragend gemacht“ hat. Zweimal zeigte sich der Doppeltorschütze vor dem Tor eiskalt. Nur 75 Sekunden lagen zwischen seinem Flachschuss zum 2:0 (84.) und seinem gefühlvollen Schlenzer in die kurze Ecke zum 3:0 (85.). „Da hatte ich Glück, dass der Gegenspieler weggerutscht ist“, kommentierte Conteh.

Doch die Qualität seiner Abschlüsse hatte nichts mit Glück zu tun. Viel mehr mit harter Arbeit und dem Selbstvertrauen, das ein Team nach zehn ungeschlagenen Spielen am Stück schon einmal haben darf.

„Wir verstehen uns alle gut und sind als Team gewachsen“, beobachtete Conteh die positive Entwicklung der vergangenen Wochen. Und diesem Aufschwung schließt sich nun auch die Frohnatur des Teams an, weshalb ihn zahlreiche Teamkollegen zu den ersten Saisontoren beglückwünschten und sich für ihn mitfreuten. „Du hast es dir verdient“, kommentierte zum Beispiel Atik auf Instagram. „Das freut mich natürlich sehr“, so Conteh, der bald weitere Tore folgen lassen möchte.