FCM

Malachowski ist heiß auf erstes Pflichtspieltor für den 1. FC Magdeburg

FCM-Defensivmann will nach seinem sehenswerten Treffer beim Testspielsieg in Hannover auch in der 3. Liga sein Tordebüt bejubeln. Für den Auftakt in Mannheim ist der Pole rechtzeitig fit geworden.

Von Dennis Uhlemann
In dieser Szene konnte Adrian Malachowski vom 1. FC Magdeburg den Torhüter noch nicht überwinden, später markierte er beim 4:2 gegen Hannover aber seinen ersten Treffer für den FCM.
In dieser Szene konnte Adrian Malachowski vom 1. FC Magdeburg den Torhüter noch nicht überwinden, später markierte er beim 4:2 gegen Hannover aber seinen ersten Treffer für den FCM. Foto: imago images

Hannover. So ein paar Parallelen gibt es da schon zwischen Robert Lewandowski und Adrian Malachowski – nicht nur aufgrund der Namen. Beide kommen aus Polen, sind etwa gleich groß und legen gern mal ein verschmitztes Lächeln auf. Was die Fußballer aber unterscheidet, sind ihre Qualitäten im Tor-Abschluss. Auf der einen Seite Bayern-Star Lewandows-ki, der nicht erst als bester Stürmer der Welt gilt, seit er in der Vorsaison mit 41 Treffern den Bundesliga-Rekord von Gerd Müller überbot. Auf der anderen Seite Malachowski, der in seinem ersten Jahr für den 1. FC Magdeburg nicht ein Tor erzielte.

Zum ersten Mal geglückt ist ihm das am vergangenen Wochenende im Testspiel beim Zweitligisten Hannover 96, als er zunächst noch mit einem Schuss aus der Drehung am Torhüter scheiterte, später aber in Lewandowski-Manier am langen Pfosten lauerte und eine flache Hereingabe von Jason Ceka zum 4:2-Endstand (88.) über die Linie drückte. „Ich bin glücklich über mein erstes Tor für den FCM. Nun ist es auch Zeit für mein erstes Tor in der Liga“, sagt er und schmunzelt.

Die Möglichkeit auf weitere Treffer hat der 23-Jährige ab diesem Sonnabend, wenn für die Elbestädter mit einem Gastspiel beim SV Waldhof Mannheim die neue Drittliga-Saison startet. Und auch der 1,83 Meter große Rechtsfuß eine Option ist. „Ich bin bereit“, sagt er mit Blick auf das Wochenende. Was zu Beginn der Vorbereitung überhaupt noch nicht so aussah. Damals zog sich Mala-chowski eine Sprunggelenksverletzung zu, drohte vier bis sechs Wochen auszufallen. „Ich kam schneller zurück als erwartet. Ich bin komplett schmerzfrei und fühle mich mit jedem Tag besser“, berichtet der Mittelfeldspieler, der zuletzt viel an seiner Stabilität im Fuß gearbeitet hat und vor jedem Spiel und jeder Trainingseinheit noch getapt wird.

Immer noch Trainingsrückstand

Auch Christian Titz freut sich, dass der Pole „schon so weit ist und sich konsequent durchgesetzt hat“. Dennoch betont der Coach: „Man sieht, dass Adrian noch Trainingsrückstand hat. Das ist aber gar nicht anders möglich nach der kurzen Zeit.“

Eine Startelf-Option für Mannheim ist Malachowski deshalb wohl eher noch nicht. Wichtig werden kann er für den FCM in den kommenden Wochen aber trotzdem. Als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld war der „Sechser“ schon in der Vorsaison unter Titz gesetzt. Immer wieder lässt er sich – wie auch Andreas Müller – so tief fallen, dass er zwischen den Innenverteidigern positioniert ist.

Von hinten baut er das Spiel auf, betont mit Blick auf die Saison: „Wir wissen, dass wir noch besser spielen können. Mit mehr Ballbesitz und Ruhe.“ Auch diese Einstellung macht ihn für Titz so wertvoll. Da muss der Defensivmann auch gar keine Tore schießen. Er selbst möchte, auch wenn er sicher kein zweiter Lewandows-ki wird, seine Tor-Statistik aber zumindest ein bisschen aufbessern.