Turnier in Riga

Eishockey-WM beginnt für Deutschland gegen Italien

Das deutsche Eishockey-Nationalteam trifft zum Auftakt der Weltmeisterschaft auf Italien. Gegen den corona-geplagten Außenseiter muss ein Sieg her. Das Auftaktprogramm ist undankbar.

Von dpa
Moritz Müller ist Kapitän des DEB-Teams.
Moritz Müller ist Kapitän des DEB-Teams. Timm Schamberger/dpa

Riga - Mit einem Gruppenspiel gegen Außenseiter Italien beginnt am Freitag (15.15 Uhr/Sport1) für das deutsche Nationalteam die Eishockey-Weltmeisterschaft in Riga.

Es ist die erste WM seit zwei Jahren, nachdem vor einem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie keine Austragung möglich war. Ein Überblick zum deutschen WM-Auftakt:

DER GEGNER: Italien tritt mit reichlich Corona-Sorgen an, hatte im Vorfeld des Turniers gleich 15 positive Fälle. Trainer Greg Ireland und mehrere Schlüsselspieler sind (noch) gar nicht in Lettland. „Das ist sicherlich keine optimale Situation, gegen sie im ersten Spiel zu spielen“, sagte Bundestrainer Toni Söderholm.

DIE AUSGANGSLAGE: Ein deutlicher Sieg ist Pflicht. Auch ohne Corona-Fälle wäre der Weltranglisten-15. klarer Außenseiter. Die ersten drei Punkte auf dem angestrebten Weg ins Viertelfinale sollten im ersten Gruppenspiel herausspringen. „Ich glaube, das wird ein guter Test für uns“, sagte Top-Verteidiger Moritz Seider.

DIE STATISTIK: Die zuvor letzten beiden WM-Spiele gegen Italien gewann Deutschland mit 4:1 bei der Heim-WM 2017 und vor neun Jahren mit 3:0. Die bislang letzte Niederlage gab es 2001 (1:3). Dazwischen liegen aber keine weiteren Duelle.

DAS PERSONAL: Erstmals seit der WM 2015 fehlt Topstar Leon Draisaitl. Die deutsche Auswahl tritt mit insgesamt zehn WM-Debütanten an, darunter allerdings auch der zweifache Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl. Einzige NHL-Stammkraft im Team ist Tobias Rieder von den Buffalo Sabres.

DAS SAGT KAPITÄN MORITZ MÜLLER: „Wir fiebern alle dem ersten Spiel entgegen. Wir können es kaum erwarten. Wir haben alle hohe Erwartungen an uns selber“, sagte der Verteidiger der Kölner Haie.

DIE PERSPEKTIVE: Das deutsche Team hat kaum Zeit für Erholung. Schon am frühen Samstagmittag Ortszeit (11.15 Uhr MESZ/Sport) ist Norwegen der nächste Gegner und dürfte eine schwierigere Aufgabe als Italien sein. „Das ist natürlich sehr ungewohnt, die Spiele liegen so nah beieinander“, sagte Eisbären-Torhüter Mathias Niederberger.