Köln-CoachBaumgart über Pyro im Stadion: „Umdenken“ muss stattfinden

Von dpa Aktualisiert: 02.12.2022, 16:15
Regt zu einem Umdenken in der Pyro-Debatte an: Köln-Coach Steffen Baumgart.
Regt zu einem Umdenken in der Pyro-Debatte an: Köln-Coach Steffen Baumgart. Soeren Stache/dpa

Köln - Kölns Trainer Steffen Baumgart hat beim Umgang mit Pyrotechnik in Fußballstadien ein Umdenken gefordert.

„Mit Verboten erreichst du in der Fußball-Szene nichts – in keinem Stadion der Welt. Das sieht man doch seit Jahren“, wird der 50-Jährige von der „Bild“ zitiert. „Ich weiß nicht, ob man Pyros in Stadien legalisieren sollte. Aber es muss ein Umdenken stattfinden, um das reguliert zu bekommen.“ Das Abbrennen von Pyrotechnik ist in den Stadien verboten. Dennoch werden Leuchtfackeln und andere pyrotechnische Gegenstände immer wieder verwendet - gerade von der Ultraszene.

Die Vereine müssen wegen Pyrotechnik immer wieder Geldstrafen zahlen. Zuletzt hatte das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zwei hohe Strafen gegen den 1. FC Köln mit einer Gesamthöhe von 177.200 Euro bestätigt.

Aus Baumgarts Sicht bringen solche Strafen wenig. „Die Jungs werden – gerade auch in Köln – nicht aufhören. Sie leben Ihre Kultur aus. Und Geldstrafen haben noch keine Pyro-Fackel verhindert.“ Einen konkreten Vorschlag, was man ändern könnte, machte Baumgart nicht.

Im Jahr 2020 hatte es beim Zweitliga-Spiel des Hamburger SV gegen den Karlsruher SC einen genehmigten Pyro-Test gegeben. Damals hatten Fans vor dem Spiel Rauchtöpfe gezündet.