Magdeburg l Zwei Siege in Folge, 45 Punkte nach 27 Spieltagen und Tabellenplatz zwei – beim FCM läuft es momentan. Da das vor der Saison ausgegebene Ziel von 45 Zählern und der damit verbundene Klassenerhalt bereits elf Spieltage vor Schluss erreicht wurde, stehen mittlerweile neue Ziele auf dem Plan. Dabei geht es aber nicht um einen möglichen Zweitliga-Aufstieg, den der FCM als nächsten Schritt formuliert. „Unser primäres Ziel ist, so schnell wie möglich 50 Punkte zu erreichen“, betont Geschäftsführer Mario Kallnik. „Wenn wir das erreicht haben, reden wir über das nächste Ziel.“

Fokus auf das nächste Heimspiel

Für Kallnik steht im Vordergrund, auf die Tabelle bezogen nur kurzfristig zu denken. Die Schritt-für-Schritt-Politik besagt deshalb, dass die volle Konzentration dem Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, live im MDR) gegen den SV Wehen Wiesbaden gelte. „Wir brauchen jetzt nicht über einen möglichen Aufstieg reden. Davon sind wir noch meilenweit entfernt“, so Kallnik. „Wir haben mit Wehen Wiesbaden einen schweren Gegner vor uns und fokussieren uns voll darauf.“

Dass Prognosen in der 3. Liga schwierig sind, belegen die immer wieder überraschenden Ergebnisse Woche für Woche. Alleine ein Blick auf die Rückrundentabelle macht deutlich, dass die Liga teilweise verrückt spielt. So ist der FSV Zwickau mit 19 Punkten aus acht Partien momentan die beste Mannschaft im Jahr 2017. In der Hinrunde verbuchte der Aufsteiger dagegen in 19 Spielen nur magere 17 Zähler. Auch Mannschaften wie Bremen II, Wehen Wiesbaden (beide 14 Punkte), Aalen, Regensburg und Erfurt (alle 13) gehören in der Rückrunde zu den stärksten Teams, obwohl sie in der Tabelle nach der ersten Saisonhälfte teilweise unten standen.

Härtels Verlängerung weiter offen

So offen wie die Liga ist nach wie vor die Vertragsverlängerung von FCM-Trainer Jens Härtel. „Wir befinden uns in Gesprächen. Wenn es etwas Neues gibt, dann vermelden wir es“, sagte Kallnik am Donnerstag. Härtel äußerte sich nach dem Spiel in Bremen im MDR angesprochen auf seine persönliche Situation mit einem Lächeln: „Das wird jetzt schon passieren.“ So ähnlich klang Härtel allerdings schon Anfang Januar im Trainingslager, als er zur möglichen Verlängerung sagte: „Es kann auch ganz schnell gehen.“

Die Vertragssituation des Trainers beschäftigt auch die Fans. In diversen sozialen Medien gehen die Reaktionen von einem fast schon verzweifelten Flehen, dass Härtel doch bleiben möge, bis zur Bitte, dass Gewissheit herrschen solle, in welche Richtung auch immer.

Dass sich die Qualitäten von Härtel auch bei anderen Vereinen herumgesprochen haben, dürfte kaum überraschen. So könnte der Trainer beispielsweise für einen ambitionierten Zweitligaverein wie den 1. FC Nürnberg, der momentan von Interimstrainer Michael Ko¨llner gecoacht wird, durchaus interessant sein.

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