Löw-Nachfolge

Flick: Kein Zeitdruck bei Bundestrainer-Entscheidung

Von dpa
Hansi Flick ist ein heißer Kandidat für das Amt des Bundestrainers.
Hansi Flick ist ein heißer Kandidat für das Amt des Bundestrainers. Matthias Schrader/AP-Pool/dpa

Grassau - Der scheidende Bayern-Coach Hansi Flick mag keinen Zeitpunkt für seine Entscheidung über ein mögliches Engagement als Fußball-Bundestrainer nennen.

„Ich habe immer gesagt, dass ich keinen Druck verspüre. Natürlich sind die Gespräche gut, aber mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, sagte der 56 Jahre alte Flick in Grassau mit Blick auf den Austausch mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Flick ist Wunschkandidat des DFB für die Nachfolge von Joachim Löw. Er will offenbar das Saisonende in der Bundesliga am 22. Mai abwarten, bevor etwas verkündet wird. „Ich habe hier noch zwei Spiele. Ich habe hier eine Aufgabe, einen Job zu erledigen. Der ist mir sehr wichtig, weil die Mannschaft mir sehr wichtig ist“, sagte Flick. Sein „absoluter Fokus“ gelte darum zunächst einer erfolgreichen Beendigung der Saison mit dem FC Bayern.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff möchte möglichst vor dem 11. Juni für Klarheit sorgen. „Mein Wunsch-Zeitplan wäre, es vor der EM klarzumachen, dass man dann bei der EM über das Thema auch nicht mehr sprechen muss“, hatte Bierhoff am Donnerstagabend bei Sky gesagt. Mit Blick auf Flick sagte er: „Ich bin positiv. Man ist natürlich nie sicher, aber wir haben gute Gespräche. Er muss natürlich auch noch das ein oder andere mal überdenken, da muss man ihm Zeit lassen. Wir würden uns ihn alle als Bundestrainer wünschen.“

Flick hatte seinen Cheftrainer-Vertrag beim FC Bayern zum Saisonende vorzeitig aufgelöst und wäre damit frei für die Nachfolge von Löw, der nach dem Turnier aufhört. „Wir wissen, Hansi ist ein gefragter Mann“, sagte Bierhoff. Bierhoff hat mehrmals sein gutes, enges und vertrauensvolles Verhältnis zu Flick betont, der von 2006 bis 2014 Assistent von Löw beim Nationalteam war.