Magdeburg/Halberstadt l Am Sonnabend (15.30 Uhr) versucht der Regionalligist Germania Halberstadt gegen den SC Freiburg und am Sonntag (18.30 Uhr) der Drittligist 1. FC Magdeburg gegen den FC Augsburg den Bundesligateams ein Bein zu stellen.

Der FCM kann Pokal, das hat der Club immer wieder bewiesen. Neben dem FC Augsburg, der in der Saison 2014/15 mit 0:1 in Magdeburg unterlag, haben dies schon ganz andere Teams erfahren. In der Saison 2000/2001 scheiterten nacheinander der 1. FC Köln, Bayern München und der Karlsruher SC an den Bördeländern. Bayer Leverkusen (2014/2015) und Eintracht Frankfurt (2016/2017) kamen nur über das Elfmeterschießen weiter. Nicht umsonst ist der FCM die erfolgreichste ostdeutsche Pokalmannschaft. Sieben Triumphe im FDGB-Pokal der früheren DDR und elf Siege im Landespokal von Sachsen-Anhalt stehen in der Chronik. Hinzu kommt der einzige Sieg einer DDR-Mannschaft im Europapokal. 1974 gewannen Jürgen Sparwasser und Co. den Pokal der Pokalsieger.

Dass am Sonntag (18.30 Uhr) erneut eine Überraschung gegen Augsburg gelingt, scheint möglich zu sein. Der FCM ist mit drei Siegen in vier Spielen gut in die Drittliga-Saison gestartet und die Neuzugänge um Philip Türpitz und Andreas Ludwig wurden schnell und gut integriert.

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Brunst feiert sein Debüt

Ein Neuzugang wird am Sonntag unterdessen sein Pflichtspieldebüt feiern: Torhüter Alexander Brunst. Der 22-Jährige wird den verletzten Jan Glinker (Oberschenkel) vertreten und eine erste Bewährungschance vor mehr als 21.000 Zuschauern bekommen. „Alexander hat sich im Training gut präsentiert und wir hatten ihm, unabhängig von der Verletzung von Jan, in Aussicht gestellt, dass er im Pokal spielt“, sagt FCM-Trainer Jens Härtel. „Für Augsburg ist es das erste Pflichtspiel. Sie hatten viele Testspiele, müssen sich aber erst finden.“ Abwehrspieler Nico Hammann betont: „Wir wollen mutig auftreten und unsere Qualitäten einbringen.“

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Für Germania Halberstadt ist die Partie gegen Bundesligist SC Freiburg das Spiel des Jahres, vielleicht sogar des Jahrzehnts. Nie zuvor wurde so ein Aufwand betrieben, nie zuvor war das mediale Interesse rund um das Friedensstadion größer.

6000 Zuschauer in Halberstadt

Insgeheim hoffen alle bei der Germania, dass die Pokalbegegnung den Beginn einer neuen Entwicklung bedeutet, in erster Linie das Zuschauerinteresse betreffend. Immerhin werden knapp 6000 Zahlende erwartet. Bei einem Schnitt von knapp 560 in der abgeschlossenen Oberliga-Serie ist das mehr als das Zehnfache. Dass nun knapp 6000 Besucher ins Rund passen, ist dem Aufbau von zwei zusätzlichen Tribünen zu verdanken, seit Donnerstag sind sie installiert und vom Landkreis abgenommen. „Ein wunderbares Bild, es wirkt fast wie ein Bundesligastadion“, freut sich Trainer Andreas Petersen über die optische Aufwertung. „Wir wollen Werbung für den Standort Halberstadt betreiben, um auch zum Liga-Alltag mehr Fans anzulocken. Es müsste uns gelingen, bei Heimspielen möglichst regelmäßig 1000 Zuschauer zu binden“.

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