Magdeburg l Auf einer außerordentlichen Präsidiumstagung hat der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) am Dienstagabend zwei termingerechte Antragstellungen des Verbandes an den Außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der am 8. Dezember stattfindet, beschlossen.

Vier Direktaufsteiger

Beim ersten Antrag geht es um den NOFV-Standpunkt, dass sich am vergangenen Donnerstag alle 18 Ost-Regionalligisten und die sieben Drittligisten für den direkten Aufstieg eines Meisters aus der Regionalliga ausgesprochen haben. Dies sei aus Gründen der Wettbewerbs- und Chancengleichheit unabdingbar. „Die Umsetzung dieser Forderung ist unter den derzeitigen Bedingungen nur bei einer vierstaffeligen Regionalliga möglich“, sagt NOFV-Präsident Rainer Milkoreit. In diesem Zusammenhang wurde auch betont, dass die Nordost-Staffel unbedingt erhalten bleiben soll und nicht zerschlagen werden darf. „Diese Variante sollte das Ziel sein, um allen gerecht zu werden“, so Milkoreit.

Aufstieg mit Relegation

Alternativ reichte der NOFV überraschend einen zweiten Antrag ein. Dieser beinhaltet das Modell „Vier aus Fünf“, alle fünf Regionalligen würden bestehen bleiben. Dabei gibt es Jahr für Jahr wechselnd drei Direktaufsteiger. Die entsprechenden Staffeln, deren Meister aufsteigen, würden fünf Jahre im voraus ausgelost werden. Die jeweils zwei übrigbleibenden Meister spielen in einer Relegation einen vierten Aufsteiger aus. „Dieses Modell würde alle Regionalligameister gleich behandeln, weil die drei Direktaufsteiger nicht immer fest sind, sondern wechseln“, betont Milkoreit.

Auf fünf Regionalkonferenzen soll unterdessen die Errichtung der neuen DFB-Akademie vorgestellt werden. DFB-Präsident Reinhard Grindel, Vizepräsident Rainer Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius, DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge und Akademie-Projektleiter Oliver Bierhoff informieren die Vertreter des NOFV am Sonnabend um 11.30 Uhr in der Motorsport Arena in Oschersleben.