Herr Kath, am Sonnabend spielen Sie mit dem SC Freiburg im DFB-Pokal bei Germania Halberstadt. Mit Ihnen im Kader?

Florian Kath: Ich würde mich freuen, wenn ich zumindest mitfahren dürfte. Es wird sicherlich die beste Freiburger Mannschaft auflaufen, weil wir Halberstadt natürlich ernst nehmen werden.

Sie waren in der vergangenen Saison von Freiburg nach Magdeburg ausgeliehen. Haben Sie die Rückkehr zum Bundesligisten bereut?

Bereut habe ich die Rückkehr nicht, weil ich mich vor der Leihe nach Magdeburg auch in Freiburg wohlgefühlt habe. Ich habe jetzt einfach die Chance, mich bei einem Bundesligisten zu beweisen und möchte diese Gelegenheit auch nutzen.

Wie lief der Start in Freiburg?

Ich hatte anfangs muskuläre Probleme, weil nach dem letzten Saisonspiel mit dem FCM gegen Lotte die Syndesmosebandverletzung wieder aufgebrochen war. Deshalb musste ich den Rückstand erst mal aufholen. Mittlerweile bin ich aber wieder fit.

In Magdeburg waren Sie in der Offensive flexibel. Wo spielen Sie jetzt unter Trainer Christian Streich?

Vorrangig auf der linken Seite, zunächst defensiv, jetzt offensiver. Dort habe ich bereits vor meinem Wechsel zum FCM gespielt und das liegt mir eigentlich schon.

Der Auftakt verlief für Freiburg mit dem Ausscheiden in der Europa-League-Qualifikation gegen den slowenischen Verein NK Domzale schlecht. Sie waren in beiden Partien nicht im Kader. Wie schwierig ist die Situation für Sie?

Da ich anfangs nicht so viel trainieren konnte, war ich zunächst außen vor. Mittlerweile habe ich körperliche Stabilität aufgebaut und konnte zuletzt im Test gegen den FC Turin fast 70 Minuten spielen. Das hat mir richtig gut getan.

Was ist der größte Unterschied zwischen dem FCM und dem SC Freiburg?

Die Qualität im Training und in den Spielen ist in Freiburg höher. Das merke ich im Training bei jeder Passform. Da reicht es nicht, dass der Pass nur in die Richtung kommt, er muss direkt an den richtigen Fuß und das richtige Tempo haben. Die Intensität ist zwar ähnlich, der technische Anspruch ist aber bei einem Bundesligisten doch noch höher.

Vor einem Jahr ging es für Sie zum FCM. Wie geht es jetzt weiter?

Es ist klar geregelt, dass wir uns nach der Vorbereitung zusammensetzen und die Situation analysieren. Dann werden wir entscheiden, ob ich erneut ausgeliehen werde oder es in Freiburg versuche.

Besteht die Möglichkeit, dass Sie zum FCM zurückkehren?

Der FCM ist personell schon gut aufgestellt und hat die Planungen ja eigentlich abgeschlossen. Im besten Fall bleibe ich in Freiburg. Ich habe aber immer betont, dass der einzige Drittligist, der für mich infrage kommt, der FCM ist. Es hat mir in Magdeburg sehr gut gefallen und ich habe mich dort enorm weiterentwickelt.

Welche Optionen gibt es sonst?

Ich habe beim FCM den nächsten Schritt gemacht und möchte jetzt wieder den nächsten Schritt machen. Das wäre dann zumindest die 2. Bundesliga.